Hünengräber

Hünengrab D18

Hünengrab D18 am Nordrand von Rolde
Hünengrab D18 am Nordrand von Rolde Foto: Rolde.nl - 2024
Hünengrab D18, von einer der Schmalseiten aus gesehen
Hünengrab D18, von der anderen Schmalseite aus gesehen

Ein rund 5.000 Jahre altes Ganggrab am Nordrand von Rolde, nahe dem Hünengrab D17. Anders als bei D17 liegen hier noch alle Decksteine auf den Tragsteinen.

D18, auch Rolde Zuid genannt, liegt auf dem Esch, dem alten Ackerland, am Nordrand von Rolde, direkt westlich des Friedhofs an der Jacobuskerk. Das Hünengrab D17 liegt etwa 60 Meter weiter nördlich.

Die Grabkammer ist 12,6 Meter lang und 3,5 Meter breit und liegt ungefähr in Ost-West-Richtung. An den Längsseiten stehen sieben Paar Tragsteine, an jeder Schmalseite ein Abschlussstein, und darauf ruhen sieben Decksteine. Etwa in der Mitte einer Längsseite bilden zwei Steine den Eingang, einen kurzen Gang zur Kammer. Früher lag ein Hügel aus Erde und Steinen über der Kammer; er ist verschwunden, sodass Sie heute die nackten Findlinge sehen.

Das Hünengrab wurde von Menschen der Trichterbecherkultur gebaut, die hier in der Jungsteinzeit lebten. Drenthe zählt 52 Hünengräber; sie gehören zu den ältesten Denkmälern der Niederlande. Dass es Gräber waren, ist sicher: In D18 wurden Reste verbrannter Knochen einer einzigen Person gefunden. Welche Rituale dazugehörten, wissen wir nicht.

Schon 1547 schrieb Antonius Schonhovius über ein Hünengrab bei Rolde, doch welches der beiden er meinte, ist nicht bekannt. Vor 1818 wurden bei ungeregelten Grabungen in D18 Tonscherben gefunden. Die Hünengräber von Rolde wurden 1873, 1931, 1936, 1954, 1965 und 1993 restauriert, und seit 1992 stehen sie als Rijksmonument unter staatlichem Denkmalschutz.

Das Hünengrab ist frei zugänglich, und es gibt Informationstafeln. Das Hünengrab D16 bei Balloo liegt gut 2 Kilometer weiter westlich, und Wander- und Radwege führen an weiteren prähistorischen Orten in der Umgebung vorbei.

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