De Boerhoornblazer
Skulptur eines Bauern, der auf dem Bauernhorn bläst, dem Signal, mit dem das Dorf früher zusammengerufen wurde. Sie steht für das Naoberschap, die Nachbarschaftshilfe auf dem Land in Drenthe.
Die Gemeindeverwaltung von Rolde überreichte die Skulptur am 10. September 1985 der Boermarke Rolde, der Markgenossenschaft des Dorfes, zum 200-jährigen Bestehen des Roldermarkts, des jährlichen Dorffests. Geschaffen hat sie E.H. van Dulmen Krumpelman aus Rolde. Der Hornbläser steht auf einem runden, gemauerten Podest, mit einer Plakette am Sockel.
Das Bauernhorn war in den Drenther Dörfern früher das Mittel, um alle zu warnen. Erklang das Horn, wusste das Dorf, dass etwas Besonderes los war. Die Bauern kamen zusammen, um gemeinsam eine Arbeit zu erledigen, einen Beschluss zu fassen oder bei einem Brand oder einer anderen Katastrophe einzugreifen. Das geschah an festen Orten im Dorf: unter einer Eiche, auf der Bleiche bei einem Bauernhof oder auf dem Brink.
Der wichtigste Bauer wurde zum Hornbauern gewählt. Er blies das Horn als Startsignal für wichtige Momente, etwa den Beginn der Kornernte.