Die Hälfte des Erlöses geht an diese Unterkunft, eine Wohngemeinschaft im Osten der Ukraine für Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind. Zusammen mit einem Scheck über 500 Euro von der Gemeinde Aa en Hunze und Spenden unter anderem der katholischen Gemeinde RK Statie und der Diakonie der protestantischen PKN-Gemeinde Rolde kommen dort laut der Stichting Behoud Rolder Kerk, der Stiftung zum Erhalt der Kirche, 4.150 Euro an, laut der Rolderpost, der Dorfzeitung von Rolde, 4.000 Euro. Die andere Hälfte geht an die Stiftung und an den Verein Volleybal Vereniging Rolde, die den Markt in diesem Jahr zum ersten Mal gemeinsam organisiert haben.
Das Geld ist inzwischen in Dnipro angekommen, meldet die Rolderpost. Russische Angriffe auf die Energieversorgung legen dort oft stundenlang den Strom lahm, manchmal 15 bis 17 Stunden am Tag, und auch die Heizung läuft nur mit Strom. Die Freiwilligen hinter der Hilfsaktion wollen deshalb Solarmodule kaufen, damit ein oder zwei Räume der Unterkunft immer Strom haben. Dort können die Bewohner dann kochen und Babyfläschchen aufwärmen, und es bleibt hell und warm.
Der Markt stand unter dem Motto ‚Ein warmer Winter für Flüchtlinge in Dnipro, Ukraine‘, fand in und vor der Kirche statt und wurde von Dutzenden Freiwilligen beider Organisationen und mehr als 70 Sponsoren aus Rolde und Umgebung getragen. Der Beigeordnete Richard Heling eröffnete den Markt und überreichte dabei den Scheck der Gemeinde an eine Vertreterin des Hilfsprojekts. Es gab unter anderem eine Verlosung mit Werken von Künstlern aus Drenthe, und eine ukrainische Mutter verkaufte Kuchen und Gebäck.
Das ukrainische Fernsehen strahlte eine Reportage über die Hilfe aus Rolde aus, mit Bildern vom Weihnachtsmarkt und von der Jacobuskerk.