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Osterfeuer in Rolde darf ab 2028 nicht mehr auf Kirchengrund stattfinden

Der Kirchenrat der Jacobuskerkgemeente, der Kirchengemeinde der Jacobuskerk in Rolde, stellt ab 2028 kein Land mehr für das Osterfeuer an der Esstraat zur Verfügung. Im Dorf kommt die Entscheidung schlecht an, und bei der Stichting Behoud Rolder Kerk haben Spender ihre Unterstützung gekündigt.

Die Entscheidung wurde Anfang Juni bekannt und betrifft ein gut einen Viertelhektar großes Stück Grünland, das der Kirchengemeinde gehört. Die Boermarke Rolde-Nijlande-Eldersloo, die örtliche Markgenossenschaft, veranstaltet dort jedes Jahr das Osterfeuer, auf der Grundlage eines Pachtvertrags zwischen Kirche und Boermarke.

Die Stichting Behoud Rolder Kerk erhielt nach der Entscheidung Reaktionen und Kündigungen. In einem Rundbrief an ihren Freundeskreis vom Samstag, 27. Juni, stellt sie klar, dass sie mit den Entscheidungen des Kirchenrats nichts zu tun hat. Die Stiftung ist keine kirchliche Einrichtung, sondern arbeitet daran, das Kirchengebäude zu erhalten und für das ganze Dorf nutzbar zu machen. Seit ihrer Gründung 1998 trägt sie im Schnitt rund 10.000 Euro pro Jahr zu Unterhalt und Restaurierung von Kirche und Orgel bei. Nach eigenen Angaben versucht der Vorstand schon seit Längerem, mit dem Kirchenrat über eine Reihe von Bedenken ins Gespräch zu kommen.

Jan van der Struik aus Rolde bittet den Kirchenrat, die Entscheidung zurückzunehmen, in einem Brief vom Montag, 15. Juni, den die Dorfzeitung Rolderpost abdruckte. Er saß 43 Jahre im Vorstand der Vereniging van Drentse Boermarken, des Dachverbands der Markgenossenschaften in Drenthe, war einer der Gründer der Stichting Behoud Rolder Kerk und setzte damals den Pachtvertrag zwischen Kirche und Boermarke auf. In seinem Brief verweist er auf ein Interview in der Zeitung Dagblad van het Noorden vom selben Montag, in dem der Vorsitzende des Kirchenrats seiner Darstellung nach sagte, das Osterfeuer verschmutze den Boden und passe nicht mehr zu den kirchlichen Leitlinien für Ökologie und Naturschutz. Mit der Boermarke will der Vorsitzende allerdings weiter über andere Möglichkeiten sprechen.

„Von Bodenverschmutzung kann keine Rede sein“, schreibt Van der Struik.

Ihm zufolge kontrollieren drei Leute der Boermarke das gesamte angelieferte Holz, und Holz, das nicht taugt, geht zurück. Danach wird die Asche beseitigt und in Absprache mit der Gemeinde Aa en Hunze zu einer Verwertungsanlage in Wijster gebracht.

Van der Struik befürchtet, dass die Entscheidung das Dorf spaltet. Außerdem sorgt er sich um die finanziellen Folgen: in absehbarer Zeit ein Defizit, sodass sich die Kirche keine volle Pfarrstelle mehr leisten könnte. Er ruft die Einwohner auf, dem Kirchenrat ebenfalls einen Brief oder eine E-Mail zu schicken. Laut Rolderpost berät der Kirchenrat am Mittwoch, 1. Juli, erneut über das Osterfeuer.

Beim Osterfeuer helfen Schüler der Abschlussklasse (groep 8) der Grundschule, die das Feuer auch mit besonderen Stöcken anzünden. Seit 2017 steht die Tradition auf der niederländischen Liste des immateriellen Kulturerbes.

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