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Wohnmobil aus dem Grolloërveen geborgen, Bohlenweg noch gesperrt

Das Wohnmobil, das am Donnerstag, 18. Juni, im Naturgebiet Grolloërveen durch den Bohlenweg gebrochen war, ist geborgen worden. Nach Angaben von Staatsbosbeheer, der staatlichen Forstverwaltung, hält sich der Schaden am Weg in Grenzen, sodass er bald wieder freigegeben werden kann.

Der Fahrer hatte sich auf sein Navi verlassen und war so in das Naturgebiet gefahren, über einen 100 Meter langen Bohlenweg, der nur für Wanderer und Radfahrer gedacht ist. Auf halber Strecke brachen die Holzbohlen unter dem Wohnmobil ein, sodass es feststeckte.

Das Wohnmobil konnte nicht einfach mit einem Traktor herausgezogen werden, weil das Moor rund um den Weg ein empfindliches Naturgebiet ist und weder Öl noch andere Stoffe aus dem Fahrzeug dorthin gelangen durften. Außerdem ist Brutzeit, und dann wird in Naturgebieten normalerweise nicht gearbeitet.

Staatsbosbeheer, dem der Weg gehört, beauftragte ein Bauunternehmen. Zuerst wurden die kaputten Bohlen entfernt und die Löcher mit OSB-Platten geschlossen, über die anschließend Fahrplatten gelegt wurden. Danach wurde das Wohnmobil aufgebockt, bis es wieder gerade stand, und langsam rückwärts vom Weg gefahren, woraufhin der Besitzer damit selbst nach Hause fahren konnte.

Bei Staatsbosbeheer gingen rund dreihundert E-Mails und Anrufe mit Ideen ein, wie das Wohnmobil freikommen könnte, unter anderem mit Hebekissen oder Zugpferden. Am häufigsten wurde ein Chinook-Hubschrauber vorgeschlagen, doch der hätte die Natur zu sehr gestört. Einige Bauunternehmer kamen von sich aus mit Fahrplatten vorbei, und auch bei der Gemeinde Aa en Hunze meldeten sich Unternehmer, die helfen wollten. Weil die Förster vor lauter Anrufen und E-Mails kaum noch zu ihrer eigentlichen Arbeit kamen, bat Staatsbosbeheer darum, keine Tipps mehr zu schicken.

Das Fundament des Bohlenwegs ist unbeschädigt geblieben, sodass nur die kaputten Bohlen ersetzt werden müssen. Wann das geschieht, steht noch nicht fest. Bis dahin bleibt der Weg gesperrt, und der Freizeitverband Recreatieschap Drenthe weist auf andere Routen hin. Danach wird der Weg noch einmal gesperrt, in diesem Jahr oder Anfang 2027, für eine größere Sanierung, die schon geplant war.

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