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Aa en Hunze und Nachbargemeinden wollen keinen Wasserstoff in Salzstöcken

Aa en Hunze, Midden-Drenthe und Borger-Odoorn wollen nicht, dass in den Salzstöcken in Drenthe Salz gewonnen und Wasserstoff gespeichert wird. Das schreiben die drei Gemeinden in einem Brief an die Tweede Kamer, die Zweite Kammer des niederländischen Parlaments, wie Aa en Hunze am Montag, 20. Oktober, mitteilte.

Mit dem Brief reagieren sie auf die Nationale Agenda Ondergrondse Waterstofopslag, die nationale Agenda für unterirdische Wasserstoffspeicherung, die Anfang Juli erschien und in der die Salzstöcke in Drenthe als möglicher Standort für Salzgewinnung und Speicherung genannt werden. Drei dieser Salzstöcke liegen innerhalb der Grenzen von Aa en Hunze. Die drei Gemeinden wollen, dass die Salzstöcke in Drenthe ausdrücklich ausgeschlossen werden, wie die in Groningen.

„Unsere Einwohner haben viel mitgemacht, und das verpflichtet uns zu großer Vorsicht. Weiteres ‚Herumwühlen im Boden‘ halten wir weder für wünschenswert noch für verantwortbar“, sagt Bürgermeister Anno Wietze Hiemstra von Aa en Hunze im Namen der drei Gemeinden.

Der Gemeinderat von Aa en Hunze hatte sich bereits früher gegen neuen Bergbau im Untergrund ausgesprochen. In dem Brief verweisen die Gemeinden auf die Risiken über und unter der Erde, wo Wohnhäuser, Natura-2000-Gebiete und UNESCO-Erbe liegen. Außerdem finden sie, dass die landesweiten Pläne nicht gut aufeinander abgestimmt sind, weil dieselben Salzstöcke in verschiedenen Programmen genannt werden, für Wasserstoff und für die Lagerung von Atommüll.

Laut der nationalen Agenda selbst sind Salzstöcke technisch für Wasserstoff geeignet, in der Praxis ist das aber schwierig. Zuerst muss Salz gewonnen werden, was lange dauert und viele Anpassungen erfordert, und zudem liegen die Salzstöcke unter Dörfern. Die Speicherung könnte frühestens nach 2040 beginnen.

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