Der Überschuss geht vor allem auf Einsparungen zurück, die die Gemeinde in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Rat beschlossen hat, sowie auf zusätzliches Geld vom niederländischen Staat, sodass der Haushalt für 2026 und 2027 dauerhaft ausgeglichen ist. Für das Defizit der Jahre 2028 und 2029 müssen der Rat, der im März 2026 gewählt wird, und der neue Gemeindevorstand eine Lösung finden.
Als der Gemeindevorstand den Haushalt am Mittwoch, 1. Oktober, vorstellte, nannte die Beigeordnete Kiena ten Brink (Finanzen) es keine einfache Aufgabe, ihn auszugleichen.
„Wir hinterlassen einen ausgeglichenen Haushalt, sagen aber zugleich auch ehrlich, dass mit Blick auf 2029 noch ein Defizit bleibt. Das verlangt neue Entscheidungen vom nächsten Rat und vom nächsten Gemeindevorstand“, sagte Ten Brink.
Der Haushalt enthält wenige neue Pläne, weil gespart wurde und um dem neuen Rat Spielraum zu lassen. Mit vier Änderungsanträgen änderte der Rat den Haushalt aber doch, und zwar zu einem Qualitätsschub für Radwege, zur Eis- und Inlinerbahn in Gieten, zur Teilnahme an einem Bürgerpanel und zu einem Freiwilligenfonds.
Außerdem unterstützte der Rat sieben Anträge. Sie betreffen ein Ende des ‚Herumwühlens im Boden‘, die psychische Widerstandskraft junger Menschen, Repair Cafés, Nachhaltigkeit im weiteren Sinne, eine Untersuchung zu einem Mehrzweckzentrum in Gasselte, schnellere Möglichkeiten zum Teilen von Wohnungen und das Heizen mit Holz.
Auch die Steuervorschläge für 2026 fanden die Unterstützung des gesamten Rates. Sie betreffen unter anderem die Grundsteuer, die Abfallgebühr, die Abwassergebühr und die Verwaltungsgebühren sowie die Touristensteuer für 2027.