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Rolde feiert hundert Jahre TT mit einer Parade historischer Rennmotorräder

Am Samstag, 12. Juli, fahren historische Rennmotorräder vom Brink, dem Dorfplatz von Rolde, eine Runde auf der Strecke des ersten TT-Rennens von 1925, vorbei an Borger, Schoonloo und Grolloo. Veranstalter der Parade ist der Verein OVVR, der auch den Roldermarkt organisiert.

Der Grote Brink ist an diesem Tag das Fahrerlager: Ab 10 Uhr stehen die Motorräder dort, und Besucher können sie kostenlos besichtigen. Nachdem alle Maschinen technisch abgenommen sind, starten die Fahrer um 13 Uhr zu der 28,4 Kilometer langen Runde über öffentliche Straßen. Diese sind dann für den übrigen Verkehr gesperrt, aus Sicherheitsgründen und weil die klassischen Rennmotorräder kein Kennzeichen haben.

Am Start stehen unter anderem die TT-Siegermaschine BMW R51RS von Straßenrennfahrer Piet Knijnenburg, die originale Rennmaschine DKW RT125 von Jan Muijlwijk, ein Erbstück seiner Familie, und die Suzuki RG500 MK1 von Marcel Ankoné, eine WM-Maschine aus den Siebzigerjahren. Auch Dirk Gerben de Vries, ein Enkel des TT-Pioniers Dirk de Vries, fährt mit.

Der OVVR stellte das Starterfeld gemeinsam mit fünf historischen Motorradclubs zusammen, die Mitglieder vorschlugen. Aus ihnen traf der Veranstalter eine Auswahl, sodass jedes Jahrzehnt der TT vertreten ist. Außerdem konnte sich eine begrenzte Zahl von Besitzern eines historischen Motorrads anmelden, ohne Mitglied eines Clubs zu sein. Bei der Ankündigung rechnete der OVVR mit rund 300 Motorrädern.

Die Fahrer sind nach dem Baujahr ihres Motorrads in sechs Gruppen eingeteilt. Die älteste Gruppe mit Maschinen der Baujahre 1925 bis einschließlich 1945 startet als erste, und die Gespanne fahren in einer eigenen Klasse.

Auf dem Kleine Brink gibt es den ganzen Tag über weiteres Programm, und im Anschluss folgt eine Afterparty mit Livemusik.

Die erste TT wurde 1925 im Dreieck zwischen Rolde, Borger und Grolloo gefahren, und erst später wurde Assen zur TT-Stadt. Das Rolder Historisch Gezelschap, der Geschichtsverein von Rolde, hat einen Artikel, den Lukas Hoven 2010 über dieses erste Rennen schrieb, erneut auf seiner Website veröffentlicht.

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